Donnerstag, 5. Mai 2016

"Tieffliegende Liebe" Charly von Feyerabend



Fritzi wird nach 8 Jahren guter Arbeit plötzlich gekündigt.
Als Langzeitsingle hält sie deshalb nichts mehr in ihrer Heimatstadt, sie fährt zu ihrer besten Freundin Anna nach Berlin. Dort will sie sich eine Auszeit gönnen.
Doch es kommt ganz anders.
Anna hat einen Unfall und kommt ins Krankenhaus. Fritzi kümmert sich um Annas Töchter und übernimmt ihren Job als Stylistin.
Und das, obwohl sie sich nicht die Bohne mit Mode auskennt.


Der Schreibstil liest sich sehr leicht und flüssig, die Geschichte ist sehr lebendig, witzig und punktet mit feinem Wortwitz.

Fritzi ist mir sehr sympathisch, sie ist frech, chaotisch, optimistisch und hat das Herz auf dem rechten Fleck.
Auch die Figuren Elisabeth, Tristan und Olaf sind wunderbar gezeichnet, sehr warmherzig und sympathisch. Besonders Elisabeth fand ich ganz wundervoll, sie würde ich sofort als Oma adoptieren.

Etwas anstrengend fand ich nach einiger Zeit die vielen Fußnoten in denen die Asterix und Obelix Zitate übersetzt wurden oder in denen Fritzis Notizen an sich selbst vermerkt wurden. Zu viele Fußnoten bringen mich immer etwas aus dem Lesefluss. Ich habe sie deshalb irgendwann einfach übersprungen.

Die Geschichte um Anna fand ich etwas zu überzogen und dramatisch, der Fortschritt ihres Unfalls fand ich wenig glaubwürdig.

Sehr witzig finde ich die Idee des Buches im Buch. Fritzis "Stänkern über Blond" ist ebenfalls erschienen.



Samstag, 30. April 2016

"Club der Töchter" Natasha Fennell



Nach einem Krankenhausbesuch bei ihrer Mutter überdenkt Natasha das Verhältnis zu ihr.
Sie möchte es gern verbessern, bevor es zu spät ist.
Sie überlegt, darüber ein Buch zu schreiben und kommt auf die Kolumnistin Roisin.
Mit ihr und sieben weiteren Frauen trifft sie sich 6 Monate lang regelmäßig, unterhält sich über die Mütter, vereinbart Hausaufgaben um die Beziehung zu den Müttern zu verbessern und stellt eine 10-Punkte-Liste auf, was man mit seiner Mutter machen sollte.


Der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an, ich fand das Thema Mütter und Töchter sehr interessant.

Bei diesem Buch handelt es sich weder um einen Roman noch um einen richtigen Ratgeber, eher einen Erfahrungsbericht.

Das Buch liest sich leicht und flüssig, als erstes wird beschrieben, wie die Autorin auf die Idee zu diesem Buch kam, dann werden die verschiedenen Töchter und deren Verhältnis zu ihrer Mutter beschrieben und die Autorinnen nehmen darauf Bezug.
Danach geht es um die Hausaufgaben und der Brief an die jeweilige Mutter wird vorgetragen.

Ich fand die Verhältnisse zwischen den Frauen und ihren Müttern zwar sehr interessant und oft auch berührend, mir hat das Buch aber wenig gebracht.
Ja, es stimmt nachdenklich und lässt einen selbst sein Verhältnis zur eigenen Mutter überdenken, wirkliche Tipps um die Beziehung etwas zu verbessern gibt es aber nicht.

Nach dem Lesen hatte ich nur den kurzen Gedanken, dass das Buch nett ist, ich aber weiter damit nichts anfangen kann.



Freitag, 29. April 2016

"Best Friends Forever: Du & ich - und (k)ein Typ dazwischen" Bianka Minte-König





Motzi und Sofie sind beste Freundinnen, doch die Freundschaft verändert sich gerade.
Sofie möchte nicht nur mit Motzi zusammen sein, sie interessiert sich nun auch für Jungen. Motzi ist eifersüchtig, Sofie soll sich noch nicht für Jungs interessieren, sie soll nur für Motzi da sein.
Sie muss sich schleunigst entlieben und Motzi hat auch schon einen Plan.


Dies ist der dritte Band aus der Best Friends Forever Reihe von Bianka Minte-König.

Für meine Tochter (fast 11) und mich war es das erste Buch aus dieser Reihe, wir kannten bisher andere Kinderbücher der Autorin und wurden neugierig.

Obwohl wir ja die ersten Bände nicht kannten, sind wir gut in die Geschichte hineingekommen, Sofie hat uns sofort gefallen, ein fröhliches, kluges Mädchen. Motzi fanden wir anfangs noch zu egoistisch und kindisch.
Aber das ist ja das Typische an der Pubertät, die einen sind schon etwas weiter und die anderen sind noch etwas unreif, unfertig und benehmen sich wie kleine Kinder.

Das Chaos in der Freundschaft zwischen Motzi und Sofie konnte meine Tochter aber gut nachvollziehen, gestritten hat sie sich mit ihrer besten Freundin auch schon öfters und den Streit dann beizulegen und sich zu entschuldigen und wieder zu vertragen ist nicht immer einfach.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, ist spannend und auch witzig.

Wir fanden nur die Jugendsprache etwas zu übertrieben und gezwungen, meine Tochter spricht so noch nicht und wir kennen auch keinen in der Zielgruppe, der sich so übertrieben ausdrückt.


Meine Tochter ist jedenfalls neugierig auf die ersten beiden Bände der Best Friends Forever Reihe geworden.




Donnerstag, 28. April 2016

"Exit Sugartown" Martin Petersen




Dawn wächst mit Mutter, Vater und ihrem kleinen Bruder in Sugartown auf.
Sie leben in Armut, die Mutter näht für einen Hungerlohn, der Vater hat oft keinen Job oder vertrinkt und verspielt seinen Lohn.
Als die Mutter stirbt, muss Dawn für den Lebensunterhalt sorgen und auch der kleine Bruder muss in die Fabrik zum Arbeiten.
Dawn lernt über eine Freundin zwei junge Männer kennen, die ihr in der weißen Welt einen guten Job und ein sorgenfreies Leben versprechen.
Damit es ihrer Familie besser geht und der kleine Bruder endlich wieder zur Schule gehen kann, lässt sich Dawn darauf ein. Sie unterschreibt einen Schuldschein und lässt sich in die weiße Welt schleusen.
Doch die Reise ist beschwerlich und die weiße Welt nicht wie versprochen.


Die Geschichte ist sehr aktuell, es vergeht kein Tag, an dem man nicht etwas über Flüchtlinge in den Medien hört.

Der Schreibstil war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, sehr abgehackt und stockend.
Die Figuren blieben alle sehr blass, eine Verbindung konnte ich zu keiner von ihnen aufbauen, Sympathie wollte auch keine aufkommen.

Die Geschichte ist sehr spannend und interessant aber es fehlten mir die Emotionen, die Figuren handelten alle sehr abgebrüht und berechnend, das empfand ich als unglaubwürdig.
Die Handlungen, besonders von Dawn, konnte ich oftmals nicht nachvollziehen, sie erschienen mir unlogisch.

Die Methoden der Schleuser und die Fluchtbedingungen wurden dagegen recht authentisch beschrieben.




Mittwoch, 27. April 2016

"Secrets - Wem Marie vertraute" Elisabeth Denis


Marie war zum ersten Mal verliebt, doch das war ihr Geheimnis. Heimlich haben sich beide in ihrem Ferienhaus am Meer getroffen.
Einer Person war diese Liebe ein Dorn im Auge.
Unter mysteriösen Umständen stirbt Marie.


Im zweiten Band der Trilogie wird die Geschichte nun aus Maries Perspektive erzählt.

Die Geschichte liest sich super, schön flüssig und leicht.
Die Handlung ist spannend und die enthaltene Liebesgeschichte sehr zart und romantisch.
Marie war mir viel sympathischer als Emma im ersten Teil, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Gefühle nachvollziehen.

Einige Rätsel aus Band 1 wurden nun durch die Sicht aus Maries Perspektive gelöst.


Voller Ungeduld warte ich nun auf Teil 3, in dem wir hoffentlich erfahren, weshalb Marie sterben musste.




Dienstag, 26. April 2016

"Die Mafflies - Die Geburtstagsparty" Cally Stronk


Die Kinder Max und Lara wohnen mit ihren Eltern in einer Patchworkfamilie, sonderlich gut verstehen sich die beiden nicht.
Und dann stiften auch noch die beiden Mafflies Radieschen und Papaya Unfrieden mit ihren Streichen.
Na das kann ja ein toller gemeinsamer Geburtstag werden, zerstrittene Stiefgeschwister, freche Maffliestreiche, eine verschwundene Geburtstagstorte und zu wenig Gäste...


Dies ist das zweite Abenteuer der Mafflies.

Meine Tochter (10) hat das Buch in einem Rutsch ausgelesen.

Der Schreibstil ist locker, leicht, kindgerecht und voller Wortwitz, die Kapitel sind recht kurz, sodass auch Leseanfänger Erfolge erzielen können. Die schwarz-weiß Illustrationen ergänzen die Geschichte und lockern noch etwas auf.

Auch für kleinere Kinder (ab etwa 4) eignet sich die Geschichte gut zum Vorlesen.

Die Mafflies sind einfach zu drollig und kommen auf witzige Ideen.