Samstag, 10. Juli 2010

Der Tag, an dem ich starb Anthony McGowan


Foto: Ravensburger

Der Ravensburger Buchverlag hat mir dieses Rezensionsexemplar zugesandt. Ich bedanke mich recht herzlich dafür.

An Pauls Schule regiert der Terror. Brutale Schlägereien, Erpressung und Demütigung stehen auf dem Stundenplan ganz oben. Hoffnung gibt es keine, nur Angst, Scham und sehr viel Wut ...
Und der Terror hat einen Namen: Roth. Er und seine Gang brutaler Schläger demütigen, erpressen, prügeln - ihr Hass ist schier grenzenlos. Angst kennen sie nicht, aber sie können sie wittern wie Raubtiere. Auch Paul hat Angst, große Angst, und er kann nur hoffen, dass Roths Killerinstinkt dieses eine Mal versagt.

Ein Jugendbuch ab 12 Jahren.

Paul ist in seiner Schule ein Aussenseiter. Er wird von vielen Mitschülern geärgert und gemobbt.
Aber plötzlich interessiert sich Roth, der Anführer der Schulgang für ihn und ernent Paul zu seinem Gefolgsmann. Aber auch die "Freaks" zeigen Interesse an ihm, er freundet sich mit Shane, dem Sprecher dieser Gruppe an und verliebt sich in Maddy.
Paul gerät in den Krieg zwischen der Schulgang, den Freaks und der gang einer fremden Schule.
Als sich alle auf der Zigeunerwiese nahe der Schule treffen, entsteht eine Messerstecherei und mit dem Wusch sich zu verteidigen, sticht Paul ausversehen Shane ab. Shane stirbt noch auf dem Weg ins Krankenhaus.
Paul kommt ins Gefängnis und Roth, der Drahtzieher dieses Bandenkriegs, kommt nur mit einem blauen Auge davon und entgeht einer Verurteilung.
Paul stirbt innerlich.

Der Umschlag dieses Buches ist sehr schön gestaltet, die roten Blutstropfen sehen sehr plastisch aus, als ob echtes Blut auf den Umschlag getropft wäre.

Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Man fühlt sich schnell in Pauls Situation hinein.
Der Inhalt ist realistisch, fesselnd, erschreckend aber auch unterhaltsam. Er stimmt den Leser nachdenklich.

Bis zum letzten Kapitel denkt man, dass Paul auf der Zigeunerwiese selbst durch ein Messer getötet wird. Doch nein! Pauls Inneres stibt, weil er nicht weiß, ob er jemals mit dieser Schuld, einen anderen getötet zu haben, leben kann.

Sehr lesenswert.

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