Samstag, 24. Juli 2010

Leonie Lasker, Jüdin - Die drei Zeichen Waldtraut Lewin


Foto: cbj

Dank Andreas von den Kinderbuch-Lotsen darf ich dieses Buch lesen und rezensieren.
Vielen Dank, lieber Andreas, für dieses wirklich tolle Buch.

Die siebzehnjährige Leonie Lasker wird von ihrer Großmutter Isabelle mit einer ungewöhnlichen Mission betraut: Sie soll drei goldene Buchstaben suchen, die auf ihre in Berlin, Wien und Spanien lebenden Brüder verteilt wurden. Mit Hilfe dieser Zeichen will Isabelle einen Golem errichten, um den Holocaust zu verhindern …

Berlin, 1923: Die Suche nach dem ersten Zeichen führt Leonie ins Scheunenviertel, zum jüdischen Theater ihres Onkels. Als sie sich in ihren Cousin Schlomo verliebt, kommt es zum Zerwürfnis mit ihrem völkisch gesinnten Vater. Den goldenen Buchstaben bringt sie an sich, doch dann wird das Theater Ziel eines Pogroms – und Schlomo zur Zielscheibe der Deutschnationalen ...

Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie.

Die siebzehnjährige Leonie Lasker ist gerade mit der Schule fertig und will sich nach den Ferien nach einer Stelle am Theater umsehen. Sie träumt davon, Schauspielerin zu werden. Der Vater ist gelernter Gourmet-Koch und leider arbeitslos. Leonies Mutter verstarb vor 4 Jahren. Das Geld im Hause Lasker ist knapp, seit der Arbeitslosigkeit des Vaters mussten sie in eine kleine Hinterhauswohnung in Neukölln ziehen.

Leonie bekommt eine Einladung ihrer Großtante nach Frankreich. Isabelle lebt dort auf einem Schloss. Leonies Vater ist davon nicht begeistert, er hat Angst, dass diese Großtante (die Schwester seines Vaters) Leonie falsche Dinge erzählt. Aber da Leonie sich so auf diese kleine Flucht aus dem tristen Alltag freut, gibt er nach.

In Hermeneau angekommen wird sie von Isabelle und ihrem Lebensgefährten in ein Familiengeheimnis eingeweiht und gebeten, ihnen zu helfen.

Die Laskers sind Juden und Leonie soll in Berlin nach einem alten Familienerbstück suchen. Mit dessen Hilfe möchte die Großtante einen Golem erschaffen um das Judentum vom Holocaust zu bewahren.

Nach einigem Zögern stimmt Leonie zu und macht sich wieder auf dem Heimweg. Vielleicht ist das Erbstück ja sogar bei ihnen im Haus.

Auf der Suche nach dem Erbstück, einem goldenen Buchstaben, lernt sie die Verwandtschaft kennen und verliebt sich in ihren Cousin Schlomo.

Leonies Vater verheimlicht seine Herkunft und gerät in gefährliche Kreise. Leonie muss sich entscheiden und zieht zur Familie ihres Onkels. Dort kann sie endlich Theater spielen. Zusammen mit ihrem geliebten Schlomo.

Dieses Buch hat mich sehr fasziniert. Ich lese gerne Geschichten aus dem historischen Berlin. Das Thema Holocaust finde ich sehr spannend.

Die Autorin schreibt sehr real und packend aber auch sehr poetisch. Die Gedanken von Leonie werden in der Ichform erzählt.

Die Protagonisten und Geschehnisse werden sehr authentisch dargestellt, ich konnte mich sofort in die Geschichte hineinversetzen und empfand sehr viel Sympathie für Leonie und ihre jüdische Meschpoke.

Dieses Jugendbuch ist für junge Leser ab 12 Jahren geeignet und ich finde, dass es sehr gut als Schullektüre taugen würde.

Die beiden anderen Bücher dieser Saga habe ich mir auch schon gekauft und kann es kaum erwarten zu lesen, wie es Leonie ergehen wird.

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