Sonntag, 1. August 2010

Leonie Lasker, Jüdin - Dunkle Schatten Waldtraut Lewin


Foto: cbj

Nachdem ich vom ersten Teil dieser Trilogie (Die drei Zeichen) so begeistert war, habe ich mir auch gleich den zweiten Band davon zugelegt.

Wien, 1924: Nachdem Schlomo, ihre erste Liebe, erschossen wurde, reist Leonie nach Wien, um dort nach dem zweiten Zeichen zu suchen. Auch hier zeigen sich bereits die düsteren Vorboten des Nationalsozialismus, der Judenhass ist allenthalben präsent. Und immer mehr wird deutlich: Auch für das zweite Zeichen muss Leonie ein großes Opfer bringen …

Leonie Lasker will ihrer Großtante helfen, die Juden vor dem Holocaust zu bewahren. Isabelle will einen Golem erschaffen und mit Hilfe von drei goldenen Buchstaben zum Leben erwecken.

Nachdem Leonie den ersten goldenen Buchstaben ihrer Großtante Isabelle gebracht hat, macht sie sich auf den Weg nach Wien zu ihrer Tante.

Felice ist eine berühmte Schauspielerin in Wien und soll ihr Schauspielunterricht geben.
Bei dieser Gelegenheit soll Leonie bei ihr nach dem zweiten Buchstaben suchen.

Diesen Buchstaben findet sie auch ohne große Probleme, sie findet aber keinen Zugang zu ihrer Tante um sie zur Herrausgabe zu bewegen.

Auch den vereinbarten Schauspielunterricht bekommt sie viel zu selten.
Leonie begibt sich wieder ins jüdische Viertel um ein Stück Heimat zu erleben und auch wieder Theater zu spielen und gerät so erneut in Bedrängnis.

Die Erlebnisse des Pogroms drohen sich zu wiederholen.


Dieses Jugendbuch ist für junge Leser ab 12 Jahren geeignet und liest sich sehr interessant.
Die Autorin erzählt Leonies Geschichte sehr realistisch und spannend. Wie bereits im ersten Band, werden auch hier Leonies Gedanken in der Ichform wiedergegeben. Der Leser kann sich so sehr gut in die geschichte und Leonies Gefühlslage hineinversetzen. Die Protagonisten und Handlungen werden sehr authentisch dargestellt.

Sehr lesenswert!

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