Mittwoch, 11. Mai 2011

“Eine Frage der Höflichkeit” Amor Towles

image                                                  Bildquelle: vorablesen.de

New York, Neujahr 1937: Die beiden Freundinnen Kate und Eve - zwei Provinzschönheiten, die die Welt erobern wollen - gabeln in einer Jazzkneipe den charmanten Tinker Grey auf. Er trägt Kaschmir und scheint Single zu sein - ein Sechser im Lotto. Eine turbulente Freundschaft à trois beginnt: Die beiden jungen Frauen weisen Tinker in die Geheimnisse des Schnorrens ein - wie gelangt man in die Radio City Music Hall, ohne Eintritt zu bezahlen? - und Tinker revanchiert sich, indem er sie in die feinsten Clubs der City ausführt. Eines ist klar: Die beiden wollen dazugehören in dieser Welt der schokobraunen Bentleys, der seidenen Etuikleider und des prickelnden Champagners. Erst als das beschwingte Dauerabenteuer jäh durch einen Unfall beendet wird, stellt sich für Kate die Frage, wer eigentlich in wen verliebt ist ... oder ob es für sie sogar viel mehr ist.

 

New York 1966: Katherine und ihr Mann Val gehen zu einer Fotoausstellung ins Museum of Modern Art. Dort entdeckt sie Fotos eines Mannes, den sie vor langer Zeit kannte. Die Bilder zeigen diesen Mann, Tinker Grey, einmal sehr gutaussehend und wohlhabend und einmal sehr ärmlich und abgerissen. Val wundert sich und so erzählt ihm Kate, wie sie und ihre damalige Mitbewohnerin Eve Tinker Grey am Silvesterabend 1937 in einer Jazz-Bar kennenlernen und wie Tinker Grey vom wohlhabenden Geschäftsmann so stark absinken konnte.

 

Mir hat dieser Roman gut gefallen, sehr realistisch, interessant und dennoch sehr poetisch geschrieben. Man kann das Flair New Yorks in den 30er Jahren gut nachempfinden und sich in die Protagonisten hineinversetzen. Die Geschichte wird in der Ich-Form aus Katherines Sicht erzählt und liest sich sehr flüssig.

stars4

1 Kommentar:

  1. Hm, also ich finde ihn nicht zu süß, aber ich mag's halt auch süß.. :)

    Das Rezept findet man in der Form aber auch oft im Internet - auch mit Fanta und 2 Tassen Zucker. Aber ohne Schokolade.

    Liebe Grüße

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