Sonntag, 25. September 2011

“Seelengrab” Nadine Buranaseda

image Bildquelle: Droste

Erst jetzt bemerkte sie, dass der Deckel von der Holzkiste entfernt worden war. Gerade als die Hoffnung in ihr aufstieg, befreit zu werden, entdeckte sie eine Gestalt, die regungslos über ihr stand und auf sie herabstarrte. Das Gesicht war schneeweiß. Anstelle des Mundes befand sich eine schmale Öffnung.

Als in der letzten Karnevalsnacht am Bonner Rheinufer eine unbekannte junge Frau tot aufgefunden wird, ahnt Kriminalkommissar Lutz Hirschfeld noch nicht, dass dies erst der Anfang einer grausamen Mordserie ist.

 

Kriminalkommissar Lutz Hirschfeld zieht von Berlin nach Bonn um sich um seinen Vater zu kümmern. Nach Karneval nimmt er seinen Job in der neuen Dienststelle an und ermitteln in seinem ersten Fall an einem Mord an einer jungen Frau, die ein Pärchen in der Nähe des Rheinufers gefunden hat. Während Hirschfeld mit seinem Kollegen Kirchhoff ermittelt, wird eine zweite Frauenleiche gefunden, die Fundstelle liegt nah an der ersten und auch das Schema ist gleich. Die Vermutung, dass es sich um einen Serientäter handelt, liegt nahe.

 

“Seelengrab” ist das Erstlingswerk der Autorin, die vorher im Schriftstellerteam der Jerry-Cotton-Romane mitgearbeitet hat. Dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, konnte man anhand der Schreibweise nicht herauslesen, die Geschichte war sehr gut durchdacht und umgesetzt und auch der Schreibstil ist sehr professionell und flüssig zu lesen. Die Protagonisten und Handlungsorte werden sehr detailreich beschrieben. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so erlebt man die Ermittlungen mit und bekommt Einblicke in die Vergangenheit des Täters. Dieser Perspektivwechsel beschert der Geschichte noch mehr Spannung und lässt den Leser etwas verstehen, weshalb der Täter so handeln muss. Sehr reizvoll fand ich die unerwartete Wendung des falls, ich hätte wirklich mit einem anderen Täter gerechnet. Den Schluss fand ich jedoch etwas zu abrupt, hier hätte ich mir auch einige ausführliche Szenen gewünscht.

Das Cover ist recht schlicht gehalten, die weiße Maske und die roten Blutspritzer auf weißem Grund passen aber sehr gut zur Story.

Ich gebe für diesen Erstling stars4 .

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