Donnerstag, 5. Januar 2012

“Luna Park” Olivia Monti

image Bildquelle: Abentheuer Verlag

Die Kinder wollten im “Haus am See” tolle Ferien verbringen doch schon im Reisebus kommt es ihnen merkwürdig vor, dass sie sich nicht miteinander unterhalten dürfen. Im “Haus am See” angekommen werden den Kindern die Handys abgenommen und in kargen Zimmern werden sie zur Nacht eingesperrt. Sie sind in einer Art “Arbeitslager” angekommen und sollen das heruntergekommene Haus von Grund auf säubern. Zu Essen bekommen sie nur wässrige Suppe und wenn sie den Aufpassern nicht gehorchen, gibt es Schläge oder Einzelhaft im dunklen Keller.

Doch die Kinder Dugo, Brauni, Kamel und Zaza lassen sich davon nicht unterkriegen, zusammen suchen sie nach einem Fluchtweg und können sogar schon nach wenigen Tagen fliehen. Anstatt im benachbarten Starnberg landen sie jedoch in einem Freizeitpark in dem man sich amüsieren muss, sonst wird man auch hier bestraft und als Comic-Figur in ein Ölgemälde gebannt…

 

“Luna Park” ist ein fantastischer Roman für Kinder ab 11 Jahren. Die Autorin erzählt sehr spannend eine Geschichte über Manipulation, Freundschaft und Zusammenhalt.

Die Unterschiede zwischen den imaginären Welten des “Haus am See” und “Luna Park” werden sehr bildhaft aufgezeigt, man merkt, wie manipulativ man eigentlich selbst ist. Im “Haus am See” werden die Kinder gequält und ausgebeutet, im “Luna Park” dagegen herrscht zumindest oberflächlich das Schlaraffenland, die Kinder können nach Herzenslust Spielen, Essen, sich Amüsieren und brauchen noch nicht einmal zu Schlafen. Sie haben keine Verpflichtungen, müssen nicht zur Schule, Lernen, ihr Zimmer aufräumen… Was wäre so schlimm daran, wenn sie nie mehr hinaus könnten?

In der Geschichte wird klar, wie wichtig Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe sind um wirklich glücklich zu sein.

Die Protagonisten sind reale Kinder, Comicfiguren und imaginäre Personen, diese Mischung ist wirklich sehr fantasievoll und gibt der Geschichte die besondere Würze.

Etwas mehr Erklärungen hätte ich mir jedoch zum Ende des Buches gewünscht, so bleiben einige Fragen offen. Zum Beispiel, wer oder was der König des Luna Parks wirklich war.

Das Cover ist sehr passend gewählt, auf beigem Untergrund sieht man eine schwarz-weiß Skizze des Schlosses vom Luna Park König. Auch die Innengestaltung ist interessant und für mich sehr neu. In einem Labyrinth finden sich nach genauerem Hinsehen am Anfang und Ende des Buches die Worte Luna Park und zu Beginn jeden Kapitels die jeweiligen Anfangsworte.

 

Ein sehr lesenswertes Jugendbuch, nicht nur für junge Leser stars4

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