Donnerstag, 5. Mai 2016

"Tieffliegende Liebe" Charly von Feyerabend



Fritzi wird nach 8 Jahren guter Arbeit plötzlich gekündigt.
Als Langzeitsingle hält sie deshalb nichts mehr in ihrer Heimatstadt, sie fährt zu ihrer besten Freundin Anna nach Berlin. Dort will sie sich eine Auszeit gönnen.
Doch es kommt ganz anders.
Anna hat einen Unfall und kommt ins Krankenhaus. Fritzi kümmert sich um Annas Töchter und übernimmt ihren Job als Stylistin.
Und das, obwohl sie sich nicht die Bohne mit Mode auskennt.


Der Schreibstil liest sich sehr leicht und flüssig, die Geschichte ist sehr lebendig, witzig und punktet mit feinem Wortwitz.

Fritzi ist mir sehr sympathisch, sie ist frech, chaotisch, optimistisch und hat das Herz auf dem rechten Fleck.
Auch die Figuren Elisabeth, Tristan und Olaf sind wunderbar gezeichnet, sehr warmherzig und sympathisch. Besonders Elisabeth fand ich ganz wundervoll, sie würde ich sofort als Oma adoptieren.

Etwas anstrengend fand ich nach einiger Zeit die vielen Fußnoten in denen die Asterix und Obelix Zitate übersetzt wurden oder in denen Fritzis Notizen an sich selbst vermerkt wurden. Zu viele Fußnoten bringen mich immer etwas aus dem Lesefluss. Ich habe sie deshalb irgendwann einfach übersprungen.

Die Geschichte um Anna fand ich etwas zu überzogen und dramatisch, der Fortschritt ihres Unfalls fand ich wenig glaubwürdig.

Sehr witzig finde ich die Idee des Buches im Buch. Fritzis "Stänkern über Blond" ist ebenfalls erschienen.